Presse
18.12.2015, 19:11 Uhr | hjm
50 Jahre CDU-Mitglied: Otto Michailow
Kritisch, engagiert und christlich - Waldstetter CDU-Urgestein mit schwäbischem Fleiß und preußischen Tugenden
Im Rahmen einer Feierstunde wurde der Ehrenvorsitzende des CDU Gemeindeverbands Waldstetten-Wißgoldingen Otto Michailow für seine 50 jährige Mitgliedschaft bei den Christdemokraten gewürdigt. Der Ortsvorsitzende Hans-Josef Miller erinnerte an den Werdegang des Jubilars.
Frisch von Stuttgart nach Waldstetten gezogen, um als Lehrer an der Gmünder Schiller-Realschule zu unterrichten, wurde der Jubilar sogleich Organist und Chorleiter in der katholischens Kirchengemeinde St. Laurentius. Dem folgte eine elfjährige Tätigkeit im Kirchengemeinderat und 1965 der Eintritt in die CDU. Alsbald wurde er sogar zum Ortsvorsitzenden des Ortsverbands gewählt. Mit viel Elan und unermüdlicher Tatkraft schaffte er es damals, aus dem Honoratioren-Club mit ursprünglich 18 Mitgliedern die prägende kommunal-politische Kraft Waldstettens zu machen mit fast 60 Mitgliedern. Elf Jahre saß Michailow selbst im Gemeinderat und initiierte eine eigene CDU-Liste, die all die Jahrzehnte hindurch die stärkste politische Kraft in der Kommune unter dem Stuifen blieb. Michailow lebte dabei preußische Tugenden gemengt mit schwäbischen Eigenheiten vor. Pflichtbewusst, dem Gemeinwohl verpflichtet, engagiert, lauter und bescheiden versah er selbstlos seinen kommunal-politischen Dienst. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Walter Weber, frisch wiedergewählter Bürgermeister von Göggingen, ließ es sich nicht nehmen, die Ehrung mit einer Laudatio selbst vorzunehmen. Weber erinnerte an den biographischen Werdegang des Gewürdigten. Als Heimatvertriebener habe er sich alsbald im Schwäbischen eingelebt und sehr entschieden für christliche Werte eingesetzt. Auch wenn er mitunter kritisch zu manchem Weg und Verlautbarungen der Partei war, blieb er dennoch seiner Partei über 50 Jahre treu und Jahrzehnte engagiert, was hohen Respekt abverlange.
Otto Michailow selbst sah in all seinem Wirken eine Selbstverständlichkeit. Er dankte insbesondere seiner Frau, dass sie ihm den Rücken für sein politisches, soziales und kirchliches Engagement freigehalten hätte und seine vier Kinder Verständnis für sein Wirken gezeigt hätten. Zudem zeigte er sich darüber stolz, dass Sohn Uli im politischen Engagement in seine Fußstapfen getreten sei.